Politik zum Anfassen
Im Juni 2008 ist der Deutsche Bundestag für vier Tage fest in der Hand von Jugendlichen. Bereits zum 18. Mal fand die Veranstaltung "Jugend und Parlament" statt. Hierzu laden die Bundestagsabgeordneten 308 Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin ein.
Dr. Friedrich von Fürstenberg??? Das ist doch Benny Jung!


Benny Jung kommt an (24. Juni 2009) Dienstagmorgen, kurz nach neun im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin. Die blauen Stuhlreihen sind prall gefüllt, ein junger Mann steht am Rednerpult: „Politikverdrossenheit nimmt immer mehr zu, die Leute sind mit unserer Demokratie nicht mehr zufrieden. Wir wollen daran etwas ändern.“ Ein Flüstern: „Wer ist das? Wer spricht gerade?“ „Dr. Friedrich von Fürstenberg Innenexperte der APD.“ Friedrich von Fürstenberg verteidigt den Kompromiss der großen Koalition zur Einführung von Volksinitiativen. „Herr Kollege, erlauben Sie eine Zwischenfrage?“ Ja, im Gegensatz zu seinen Kollegen erlaubt Herr von Fürstenberg eine Zwischenfrage – das gehört zur politischen Auseinandersetzung, sagt er später. „Sie können mit Ihrer Rede fortfahren, Herr Kollege.“ „Danke. Ich habe fertig.“ Abgang. Der Applaus im Plenarsaal und die Kameras des Parlamentsfernsehens begleiten Friedrich von Fürstenberg zu seinem Platz. Unter den Journalisten wird geflüstert: „Der war echt gut und professionell, der überzeugt mich. Wo kommt er denn her?“ „Das ist Marc Benjamin Jung aus Gießen, der Kandidat von Hermann Otto Solms.“

